Anwaltssuche

Frage gestellt am: 27.06.2012 um 00:24:20 in der Kategorie: Arzt-/Medizinrecht
Einsatz 45,00 €
Status Beantwortet
anerkennung von in deutschland erworbenen studienleistungen
habe in holland medizin studiert mit dem doctoraalexamen abgeschlossen das praktische jahr in deutschland abgelegt da man mir aus nicht genannten Gründen das praktische jahr in Holland nicht absolvieren liess, da ich  nicht selbstbewusst genug auftrat um mit patienten um zu gehen....inzwischen kann ich dieses argument entkräften, denn das praktische jahr wurde in deutschland absolviert.
ob ich nun mit deutschen oder holländischen patienten ein jahr arb eite, sollte wohl nach den neusten eu richtlinien egal sein.
dem zu folge nach müsste die praktische zeit die ich in deutschland im krankenhaus gearbeitet habe, von den holländischen universitäten anerkannt werden, denn dor t habe ich das studium den theoretischen teil mit dem doctoraalexamen abgeschlossen darauf wäre dann der praktische teil in holland im krankenhaus gefolgt, den man mich nicht absolvieren liess. das habe ich dann in deutcshland gemacht. nach den eu richtlinien müsste ich fertig sein nach holländischem recht.
mir ist es unerklärlich wie man so etwas tun darf. alle prüfungen habe ich in holland sofort bestanden.
Nachdem ich nun in deutschland das praktische jahr absolviert hatte und in nijmegen noch mal angefragt habe, da ich ja nun gezeigt habe, dass es auch mit patienten geht, ob da denn das studium jetzt zu beenden sei, kam als antwort, es sei zu lang her , wenn ich es unbedingt wolle, müsse ich von vorn anfangen.
Von anderen unis habe ich gehört dass das rechtlich nicht richtig ist, ein doctoraalexamen verfällt nicht.
Was kann ich tun an wen wende ich mich um das anerkannt zu bekommen oder an einer anderen holländischen hochschule genommen zu werden

Antwort auf Frage (06.07.2012 um 10:49:08)

Rechtsanwalt Dipl.- Wirtschaftsjurist (IDB) Alexandros Papassimos
Altstadtkanzlei Papassimos
Tel: 0571 730721400
Fax: 0571 730721409
Anschrift: Brüderstr. 4, 32423 Minden, Deutschland
Schwerpunkte: Arbeitsrecht, Arzt-/Medizinrecht, Erbrecht, Immobilienrecht, Ordnungswidrigkeiten
AW: Anwaltssuche

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

 

ich bedanke mich bei Ihnen für Ihre Anfrage und beantworte Ihre Frage anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes gerne wie folgt:

Erasmus für Studierende

Das Erasmus-Programm ist ein von der Europäischen Union aufgelegtes Aktionsprogramm zur Förderung der Mobilität Studierender und Lehrender in Europa. Namens gebend für das Programm ist der niederländische Gelehrte und Humanist Erasmus von Rotterdam.

Für Durchführung und Umsetzung des Programms ist in Deutschland der DAAD (Deutscher Akademischer Austausch Dienst) als Nationale Agentur zuständig.

Ziele des Erasmus Programms

Das 1987 ins Leben gerufene Projekt steht im Zeichen des europäischen Gedankens und greift dabei ganz auf die von Erasmus von Rotterdam verkörperte Vorstellung eines humanistischen Bildungsideals zurück, das keine nationalen Grenzen kennt. Im Mittelpunkt steht deshalb der akademische und kulturelle Austausch zwischen Universitäten über Ländergrenzen hinweg.

Die hierzu begründeten Partnerschaften zwischen den europäischen Hochschulen werden von einer steten und intensiven Kooperation auf vielen Ebenen begleitet, die hauptsächlich auf der engen personellen Verflechtung über das Erasmus-Austauschprogramm getragen wird.

Studenten der Partneruniversitäten erhalten so die Möglichkeit ihre Ausbildung um

  • fachliche Inhalte
  • sprachliche Fertigkeiten
  • kulturelle Erfahrungen

zu erweitern und abzurunden.

Entsprechend seinem Grundanliegen soll die Teilnahme am Erasmus-Programm letztlich den Studierenden zu einer im Geiste von Aufgeschlossenheit und kultureller Toleranz akademisch gebildeten Persönlichkeit befähigen und heranbilden.

Lissabonner Konvention zur Anerkennungspraxis

Um diese problematische Anerkennungspraxis auf eine sicherere Grundlage zu stellen, haben die europäischen Staaten die Lissabonner Konvention zur Vereinfachung der Anerkennung im Ausland erworbener Studienleistungen beschlossen ("Lisbon Recognition Convention"). Sie soll das Anerkennungsverfahren für den Studierenden transparenter gestalten und zudem die Rechtsschutzmöglichkeiten gegen eine verweigerte Anerkennung verbessern.

Die Konvention sieht dabei insbesondere eine Beweislastumkehr zugunsten des Studierenden vor. War er es bisher, der die Gleichwertigkeit der im Ausland erbrachten Studienleistungen nachzuweisen hatte, so muss nunmehr die Heimuniversität diesen Nachweis führen, wenn sie die Leistungen nicht anerkennen will. Dazu soll ein schematischer Abgleich nicht ausreichend sein. Vielmehr muss im Einzelnen unter Beweis gestellt werden, dass eine fachlich-inhaltliche Gleichwertigkeit nicht bejaht werden kann, wenn die Heimuniversität die erbrachte Leistung für nicht vergleichbar hält.

Gegen die Verweigerung der Anerkennung steht dem Studierenden zudem das Rechtsmittel der Beschwerde zu.

Drohende Mittelstreichung bei willkürlicher Verweigerung der Anerkennung

Zeigt sich, dass die Anerkennung aus sachfremden Gründen verweigert wird, drohen darüber hinaus der Universität Konsequenzen. Sie hat sich nämlich in dem Studienvertrag verpflichtet, die dort niedergelegten Studienleistungen anzuerkennen. Entzieht sie sich dieser vereinbarten Verpflichtung, riskiert die Universität unter Umständen ihren Anspruch auf Mittelzuweisung aus dem Erasmus-Programm der EU, denn mit der unberechtigten Verweigerung setzt sie sich zugleich auch über die Erasmus-Charta hinweg, der sie als geförderte Universität beigetreten ist. Mit ihrem Beitritt hat sich die Hochschule der Geltung und Beachtung der Charta-Regeln unterworfen, die eine grundlose oder unberechtigte Nichtanerkennung der Studienleistungen gerade ausschließt.

Adressen und Hilfe:

 

·        Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

German Academic Exchange Service

Kennedyallee 50
53175 Bonn, Germany

Phone: + 49 228 882–0
Fax: + 49 228 882–444
E-mail: studying_in_germany_2@daad.de

Web site(s):

http://www.daad.de/

Contact person:

Nicole Berners

 

·        Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen im Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (ENIC-NARIC Centre)

Central Office for Foreign Education in the Secretariat of the Standing Conference of the Ministers of Education and Cultural Affairs in the Federal Republic of Germany (ENIC-NARIC Centre)

P.O. Box 2240
D-53012 Bonn
Germany

Phone: +49 228 501 352, -264
Fax: +49 228 501 229
E-mail: zab@kmk.org

Web site(s):

http://www.kmk.org/zab.html

Contact person:

Barbara Buchal-Höver - Head of Centre

  

·        Diploma Supplement Information

Organisation responsible for the implementation of the DS

Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

Association of Universities and other Higher Education Institutions in the Federal Republic of Germany (HRK)

Ahrstraße 39, Bonn

Phone: +49 228 887 – 0

Fax: +49 228 887 – 110

E-mail: sekr@hrk.de

 

·        Erasmus University Rotterdam

Burgemeester Oudlaan 50
P.O. Box 1738
3000 DR Roterdam
Niederlande

Kontakt

Tel. Beschreibung: Telefon
Fax. 31 (0)10
Internet: http://www.eur.nl

 

 

Sollten Sie gleichwohl noch Fragen haben, kontaktieren Sie mich direkt. Sollten noch Unklarheiten bestehen, benutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion. 

Gerne können Sie auch mich telefonisch unter 0571/730721400 kontaktieren: 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Alexandros Papassimos

Rechtsanwalt &

Dipl.-Wirtschaftsjurist (IDB)

 

 

 

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