Beschuldigung des unerlaubten Entfernens vom Unfallort

Frage gestellt am: 10.12.2012 um 07:40:18 in der Kategorie: Verkehrsrecht
Einsatz 35,00 €
Status Beantwortet
Sehr geehrte Damen und Herren, mir wurde durch Beschluss des Amtsgerichtes wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort die Fahrerlaubnis vorläufig entzogen. Als Schlußsatz dieses Beschlusses steht: gemäß Absatz 3 dieser Vorschrift (§111 a StPO) wirkt die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis zugleich als Anordnung der Beschlagnahme des Führerscheins. Meine Frage ist: Muß ich meinen Führerschein bei der Führerscheinbehörde oder bei einer Polizeibehörde freiwillig abgeben?? Wie sollte ich mich hier verhalten, ohne dass es mir zum Nachteil ausgelegt wird? Falls ich nach §69 StGB die Fahrerlaubnis entzogen bekommen werde, gilt dann die Sperrzeit erst bei tatsächlichen Abgabe des Führerscheins? Selbstverständlich halte ich mich strikt an das "Fahrverbot". Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir meine Fragen beantworten würden und bedanke mich schon mal herzlichst im voraus. Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf Frage (10.12.2012 um 11:47:56)

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla
Kanzlei Dr. Newerla
Tel: 0471/ 483 99 88 - 0
Fax: 0471/ 483 99 88 - 9
Anschrift: Langener Landstr. 266, 27578 Bremerhaven, Deutschland
Schwerpunkte: Gewerblicher Rechtsschutz, Internetrecht, Medienrecht, Urheberrecht, Wettbewerbsrecht
AW: Beschuldigung des unerlaubten Entfernens vom Unfallort

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:



Freiwillig brauchen Sie den Führerschein nicht abzugeben.



Normalerweise werden Sie von der zuständigen Behörde aufgefordert, den Führerschein bis zu einem bestimmten Zeitpunkt abzugeben.



Sofern Ihnen tatsächlich gem. §§ 69,69a StGB die Fahrerlaubnis entzogen werden sollte und Sie eine Sperre für die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis erhalten sollten, wäre Ihnen die Zeit der vorläufigen Entziehung der Fahrerlaubnis hierauf anzurechnen.



Sie sollten meiner Einschätzung nach schnellstmöglich einen Fachanwalt für Verkehrsrecht vor Ort mit der Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen beauftragen. Der Kollege sollte dann zunächst eine Akteneinsicht beantragen, um sich einen Überblick über den Sachverhalt machen zu können.



Anschließend sollte der Kollege versuchen, gegen die vorläufige Entziehung vorzugehen.


Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.


Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt



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