Erbrecht bei volljährig adoptierten!

Frage gestellt am: 13.02.2015 um 13:30:03 in der Kategorie: Erbrecht
Einsatz 70,00 €
Status Beendet
Guten Tag, Bin 1980 Volljährig von meinem Stiefvater adoptiert worden, nachdem meine Mutter von meinen leiblicher Vater geschieden wurde( aus der Verbindung gibt es 3 Kinder )und wieder geheiratet hatte! Nun ist mein leiblicher Vater verstorben u das Nachlassgericht hat nun geschrieben, dass es zwei Erbberechtigte gibt jeweils zu 1/2 , da einer meiner Brüder das Erbe ausgeschlagen hat! Wie verhält sich das nun bzw was muss man beachten, damit man Kenntnis vom Umfang des Nachlasses bekommmt, nachdem ich mit meinem Bruder keinen besonders guten Kontakt habe u nicht weiss ob das mit einem normalen Gespräch zu klären ist u ob der damalige Adoptionsantrag Gültigkeit hat, in dem auf  ein Verzicht auf ein Erbe vom leiblichen Vater hingewiesen wurde, oder gilt da die akuelle Gesetzeslage, wo volljährig adoptierte Erbanspüche hätten?
Vielen Dank für eine Antwort!

Antwort auf Frage (13.02.2015 um 15:11:24)

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla
Kanzlei Dr. Newerla
Tel: 0471/ 483 99 88 - 0
Fax: 0471/ 483 99 88 - 9
Anschrift: Langener Landstr. 266, 27578 Bremerhaven, Deutschland
Schwerpunkte: Gewerblicher Rechtsschutz, Internetrecht, Medienrecht, Urheberrecht, Wettbewerbsrecht
AW: Erbrecht bei volljährig adoptierten!

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst einmal wünsche ich Ihnen mein aufrichtiges und ausdrückliches Beileid zu diesem Vorfall.

Richtig ist zunächst, dass adoptierte Kinder (auch volljährige) gesetzliche Erbrechte haben.

Um die genaue Erbberechtigung und auch dann die Erbquote prüfen zu können, wäre erforderlich zu wissen, ob es eine Verfügung von Todeswegen (z.B. Testament oder Erbvertrag) gegeben hat.

Hierdurch könnte die gesetzliche Erbfolge nämlich ausgeschlossen sein.

Sollten die gesetzliche Erbfolge zur Anwendung kommen (weil es keine solche Verfügung des Erblassers gibt), so wäre nach der Erbquote, also der Höhe des Erbteils zu fragen.

Zuständig ist hier für alles das zuständige Nachlassgericht, also das Amtsgericht, in dessen Bezirk Ihr leiblicher Vater seinen letzten Wohnsitz gehabt hat.

Hier können Sie auch danach fragen, ob etwas hinsichtlich des Umfangs des Nachlasses bekannt ist (z.B. liegt dort vielleicht ein Nachlassverzeichnis vor, aus dem sich der Umfang des Nachlasses, also was dazu gehört, ergibt). Sollten Sie beim Nachlassgericht nicht weiterkommen, sollten Sie einen im Erbrecht erfahrenen Kollegen vor Ort beauftragen.

 

 

Ich hoffe Ihre Anfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Tag.

 

Mit freundlichem Gruß von der Nordsee

 

Dr. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

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