Gefälligkeitsattest

Frage gestellt am: 31.05.2015 um 12:43:00 in der Kategorie: Arzt-/Medizinrecht
Einsatz 59,00 €
Status Rückfrage
hallo,

am 23.08.2013 hatte ich eine begegnung mit einer "alten Freundin". 50,60 meter weiter weg fiel ihr plötzlich ein das sie angst bekommen hätte.
sie ging darauf hin zum arzt und liess sich krank schreiben.
der arzt stellte ihr offensichtilich bereitwillig eine arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für ganze 3 wochen aus. Diagnose: angeblich Rosazea. Die personalabteilung sprach mit mir und mein arbeitsvertrag wurde nicht weiter verlängert.
ich weiss, das sie ein heller hauttyp ist und sommersprossen hat. sonnenempfindlich. sie war zuvor 3 wochen im türkeiurlaub mit dem besten freund des ex-freundes.
meine frage: gilt hier auch die allg. Verjährungsfrist von 3 jahren?
könnte man per gericht prüfen was für eine art anamnese der arzt
gemacht hat? macht sich der arzt nicht strafbar nach §278 StGB.
als zeugen würde ich ihren Meister aufrufen, der bestätigen würde
das sie zuvor im urlaub war.
oder wie sollte man eine solche klage sonst erheben und angehen.
immerhin stellt ein arzt falsche atteste aus und schreibt gesunde
menschen krank. darüber hinaus finde ich mich in meiner ehre verletzt,
da ich mich selbst nicht als so eklig ansehe, das man von meiner
anwesenheit hautausschlag bekommt. wogegen es nicht eklig ist seine beine für den besten freund - entschuldigung.
haben sie eine antwort für eine gute anklageerhebung?

danke

Antwort auf Frage (31.05.2015 um 13:21:47)

Rechtsanwalt Marc Nathmann
Nathmann
Tel: 09281/7792877
Anschrift: Königstrasse 76, 95028 Hof a. d. Saale, Deutschland
AW: Gefälligkeitsattest
Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihr Vertrauen und beantworte gern Ihre Frage.


Ohne weiteres ist ein Attest so nicht angreifbar. Selbstverständlich ist es in einem gerichtlichen Verfahren möglich vorzutragen, dass hier keine Erkrankung vorlag. Ob das so ist ist dann durch einen medizinischen Gutachter zu klären.
Selbst wenn dieser zu der Auffassung gelangt, hier habe keine Erkrankung vorgelegen heißt das noch nicht, dass der Arzt fehlerhaft gehandelt hat. Dann wäre zu klären, ob der Arzt das Fehlen der Erkrankung hätte erkennen müssen.

Dieser Nachweis ist in der Praxis erst recht vor dem Hintergrund der langen Zeitdauer nahezu aussichtslos.

Vielmehr ist es so, dass Sie in Frage stellen sollten weshalb Ihr Arbeitsvertrag nicht verlängert worden ist. Hier scheinen mir vor dem Hintergrund Ihrer Frage sachwidrige Gründe vorgebracht worden zu sein. Die Erkrankung Ihrer Kollegin ist nämlich nicht ohne weiteres in Zusammenhang mit der Nichtverlängerung zu bringen. Dies wäre aber in einem Arbeitsgerichtsprozess zu klären.


Mit freundlichen Grüßen

M Nathmann
Rechtsanwalt

Folgende Rückfrage wurde gestellt (10.07.2015 um 09:52:20)

Sehr geehrter Herr Nathmann,

ich komme hiermit auf das Angebot von Herrn Holthaus zurück und nutze gerne das Angebot der kostenlosen Rückfrage da mir die Antwort leider nicht tief genug war.
Vielleicht lag es auch an meiner mittelmäßig präzisen Anfrage. Deshalb hier noch mal:
Zunächst ist mir wichtig ob die allgemeine Verjährungsfrist hier greift. Dann ist zu klären welche Fragen zu stellen sind um einer Wahrheitsfindung bezüglich des Attests möglichst nahe zu kommen. Wie z.B: wie oft war die Patientin wegen dieser Angelegeheit untersucht worden? was wurde genau untersucht? wie kann ein Arzt ofiziell bestätigen, das ein anderer Mensch so ekelerregend ist, das sein Patient ganze 3 Wochen krank geschrieben ist, nur wegen einer Begegnung?
Dem Arzt selbst ist nicht wirklich ein Vorwurf zu machen, da er mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Motiven der moralischen Grundwerte einer "armen Frau" zu helfen das Attest ausgestellt hat und die Patientin es glänzend verstanden hat ihren eigenen Arzt zu täuschen. Denn die Hautschälung an ihrer Nase rührte sicher nicht von unserer Begegnung sondern von ihrem Eskapadenurlaub aus der Türkei (was sich beweisen lassen würde) mit dem besten Freund ihres Ex-freundes! Wie doof sind wir alle einer Frau die ihre Partner betrügt
alles abzunehmen?
Ich würde nicht einmal bezweifeln, das Rosacea festgestellt worden ist. Doch wenn man bedenkt, das die Patientin ein heller hauttyp ist und Sommersprossen hat ist eine Hauterkrankung doch eher wegen Sonnenunverträglichkeit entstanden und nicht wegen einer kurzen Begegnung. Verstehen Sie mich jetzt?
Bitte antworten Sie mir so tief als es ihnen von hieraus möglich ist. Im Idealfall würde der Arzt es zugeben das er aus Mitleid gehandelt hat ohne die genaueren Hintergründe zu kennen. Bitte mit Angaben der Paragraphen.

Vielen Dank

Mavromatis

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