Haftung eines Versicherungsmaklers in Form einer Ein-Personen-GmbH

Frage gestellt am: 15.05.2013 um 20:41:53 in der Kategorie: Gesellschaftsrecht
Einsatz 100,00 €
Status Beantwortet
Als selbständiger Versicherungsmakler §34d und Finanzanlagenvermittler §34f überlege ich eine Ein-Personen-GmbH zu gründen.
Frage:
Nach einem fahrlässigen Verschulden meinerseits bzw. einem Beratungsfehler erleidet mein Kunde z.B. einen (Vermögens-)Schaden oder steht durch mein Verschulden ohne Versicherungsschutz da. Meine Vermögensschadenversicherung weigert sich zu zahlen weil z.B. das Beratungsprotokoll nicht ausreichend bearbeitet, oder grob fahrlässig, etc.

Kann der Kunde bzw. im Anschluss der Insolvenzverwalter trotz GmbH auf mein Privatvermögen durchgreifen? Wäre dies der Fall würde sich eine GmbH-Gründung für mich wohl nicht lohnen.

Antwort auf Frage (15.05.2013 um 21:50:51)

Rechtsanwalt Karlheinz Roth
Anwaltskanzlei K. Roth
Tel: 040/31797380
Fax: 040/312784
Anschrift: Johannisbollwerk 20, 20459 Hamburg, Deutschland
Schwerpunkte: Erbrecht, Internetrecht, Mietrecht und WEG, Strafrecht, Vertragsrecht
AW: Haftung eines Versicherungsmaklers in Form einer Ein-Personen-GmbH

Sehr geehrter Ratsuchender,

                                                

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

 

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:
 

Eine Durchgriffshaftung kommt nach der Rechtsprechung in verschiedenen Konstellationen in Betracht.

Entscheidend ist dabei die Beurteilung des konkreten Lebenssachverhalts unter Berücksichtigung von Treu und Glauben nach § 242 BGB.

Nachfolgende Haftungstatbestände wurden von der Rechtsprechung herausgearbeitet:

a) existenzvernichtender Eingriff (Entziehung von Vermögenswerten der Gesellschaft ohne angemessenen Ausgleich) 
b) Vermögensmischung (Alleingesellschafter mischt Privat- mit Gesellschaftsvermögen)
c) Unterkapitalisierung
d) Missbrauch der Gesellschaftsform

Einen solchen Fall haben Sie nicht geschildert, so dass eine Durchgriffshaftung nicht in Betracht kommt.
 

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.

Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse.

 

 

Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -

Rechtsanwaltskanzlei K. Roth
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www.kanzlei-roth.de

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Johannisbollwerk 20
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