KG-Anteilsreduzierung

Frage gestellt am: 16.04.2013 um 20:07:32 in der Kategorie: Gesellschaftsrecht
Einsatz 100,00 €
Status Beantwortet
Hallo,
ein Kommanditist einer KG zeichnet in der Vergangenheit 50.000,-- € Stammkapital in der KG, zahlt das Haftkapital aber nie ein.möchte jetzt die KG-Anteil reduzieren auf 500,.-- € , diese einbezahlen.und danach an einen Dritten verkaufen.
Frage:
sollte die Gesellschaft in naher Zukunft Forderungen erhalten, die aus der Vergangenheit beruhen, jedoch heute noch nicht ersichtlich sind, haftet der ausscheidene Gesellschafter weiterhin mit dem damaligen gezeichneten Kapital von 50.000,-- €?

Vielen Dank für Ihre Antwort

Antwort auf Frage (17.04.2013 um 09:49:20)

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla
Kanzlei Dr. Newerla
Tel: 0471/ 483 99 88 - 0
Fax: 0471/ 483 99 88 - 9
Anschrift: Langener Landstr. 266, 27578 Bremerhaven, Deutschland
Schwerpunkte: Gewerblicher Rechtsschutz, Internetrecht, Medienrecht, Urheberrecht, Wettbewerbsrecht
AW: KG-Anteilsreduzierung

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:


Wenn ich Sie richtig verstanden habe geht es darum, dass Sie Ihre Kommanditisteneinlage reduzieren möchten.



Dieses ist grundsätzlich möglich gem. § 174 HGB. Voraussetzung ist, dass die Herabsetzung in das Handelsregister eingetragen wird, vorher ist sie nicht wirksam.



Ihre Kernfrage wird von § 174 2. Halbsatz beantwortet. Dieser normiert:



„ Gläubiger, deren Forderungen zur Zeit der Eintragung begründet waren, brauchen die Herabsetzung nicht gegen sich gelten zu lassen.“



Mit anderen Worten:



Die Herabsetzung ist gegenüber „Altgläubigern“, also Gläubigern die Forderungen haben, die zeitlich vor der Herabsetzung (Eintragung im HR) liegen unwirksam. Diese können sich weiterhin auf die 50.000.- €-Haftung berufen.



§ 174 HGB

Eine Herabsetzung der Einlage eines Kommanditisten ist, solange sie nicht in das Handelsregister des Gerichts, in dessen Bezirk die Gesellschaft ihren Sitz hat, eingetragen ist, den Gläubigern gegenüber unwirksam; Gläubiger, deren Forderungen zur Zeit der Eintragung begründet waren, brauchen die Herabsetzung nicht gegen sich gelten zu lassen.




Ich hoffe Ihre Anfrage damit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochvormittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

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