MAHNUNG - ABZOCKE

Frage gestellt am: 09.03.2013 um 10:17:35 in der Kategorie: Verbraucherrecht
Einsatz 25,00 €
Status Bezahlt
Hallo, ich habe bei einer Fa. Ware bestellt und auch bekommen.Muste diese zurücksenden, weil e nicht passte.NAch zwei Tagen bekam ich das Paketmit dem Vermerk "Annahme verweigert" zurück.Ans Telefon bekommt man dort Niemanden nur über email Kontakt.Ich bekam eine Retourennr. und schickte es erneut los.Nach 23Tagen bekam ich eine Mahnung, ich solle bezahlen.Ich war in der Annahme es sei längst angekommen.Den Sendungsnachweis habe ich nac der Zeit nicht aufgehoben.Tja die Fa. behauptet Pakete werden nicht verweigert und ich hätte mich nie gemeldet und die Ware wahrscheinlich nicht abgeschickt. Es reagiert Niemand auf mein Problem. Die Forderung läuft über eine finnische Fa. und neuerdings steht in den Mails, dass man sich nicht wundern soll, wenn Betriebsferien sind gehen die Pakete mit Vermerk "Annahme verweigert" zurück. Was mache ich jetzt? Wie soll ich mich verhalten? Die sache läuft bereits über ein Inkassobüro. Mit freundlichen Gruß S.Drewes

Antwort auf Frage (09.03.2013 um 12:57:27)

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla
Kanzlei Dr. Newerla
Tel: 0471/ 483 99 88 - 0
Fax: 0471/ 483 99 88 - 9
Anschrift: Langener Landstr. 266, 27578 Bremerhaven, Deutschland
Schwerpunkte: Gewerblicher Rechtsschutz, Internetrecht, Medienrecht, Urheberrecht, Wettbewerbsrecht
AW: MAHNUNG - ABZOCKE

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:


Wenn ich Sie richtig verstanden habe, haben Sie ursprünglich Ware bestellt.



Sie haben diese Ware zurückgeschickt. Das ist ihr gutes Recht.



Sofern Sie nämlich die Ware nicht zu beruflichen Zwecken, sondern als Verbraucher bestellt haben (hiervon gehe ich zunächst aus nach Ihrer Schilderung) haben Sie ein gesetzliches Widerrufsrecht von grundsätzlich 14 Tagen.



Durch Rücksendung der Ware haben Sie den Widerruf erklärt, sofern dieses innerhalb dieser Frist geschehen ist.



Grundsätzlich müssen Sie nachweisen können, dass Sie die Ware zurück gesendet haben. Dieses können Sie zum Beispiel über den Postbeleg machen.



Auch können Sie es dadurch nachweisen, dass sie den Vermerk „Annahme verweigert“ erhalten haben. Zu Beweiszwecken sollten Sie hiervon sicherheitshalber Fotos machen.



Da Sie ordnungsgemäß von Ihrem Widerrufsrecht Gebrauch gemacht haben, ist die Forderung unberechtigt . Sie sollten die Forderung daher gegenüber dem Inkassobüro zurückweisen und mitteilen, dass das Paket zur Abholung bereit steht.


Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.




Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Samstagnachmittag!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt





Folgende Rückfrage wurde gestellt (11.03.2013 um 12:58:40)

Sehr geehrter Herr Newerla,


leider habe ich den Beweis des Rücksendescheins nicht mehr, da ich nach 23Tagen keinen Zettel mehr behalte und das würde sich bei vielen Paketen stapeln.


Und den Fotobeweis habe ich natürlich auch nicht gemacht, da ich nicht davon ausgegangen bin, mein Paket würde die Firma nicht erreichen.


Ich werde dem Inkassobüro jetzt eine Absage erteilen und habe auch einen Gesprächstermin in der Firma beantragt, dieser wurde bis jetzt nicht bestätigt.


So richtig weiter weiß ich nun trotzdem nicht.

Meiner Meinung sind die Mahnkosten unberechtigt, da nach 14Tagen schon mal Jemand hätte fragen müssen wo das Paket ist.


Ich wäre sogar bereit die Hälfte zu zahlen abzüglich Mahnkosten und Gebühren für das Inkassobüro , obwohlich davon nichts habe. Nur um den Schlamassel los zu sein.  


Mit freundlichen Grüßen             

Die Rückfrage wurde wie folgt beantwortet (11.03.2013 um 14:35:55)

Sehr geehrte Ratsuchender,

vielen Dank für den Nachtrag.

Auch ohne Beweise sollten Sie wie beschrieben vorgehen.
Wenn die Gegenseite behauptet, das Paket nicht erhalten zu haben, obwohl die Annahme verweigert wurde, wäre dieses sogar als Betrug zu Ihren Lasten zu werten!
Es würde ja genügen, wenn Sie zumindest einen Zeugen dafür haben, dass die Annahme verweigert wurde. Sollte dieses der Fall sein, so teilen Sie das der Inkassofirma bitte mit und zahlen Sie nicht.

Erst wenn Sie überhaupt keine Beweise hätten, könnte man vielleicht darüber nachdenken einen Betrag von vielleicht 25 % ohne Anerkennung einer Rechtspflicht (ganz wichtig diese Formulierung) anzubieten.

Ich wünsche Ihnen noch alles Gute und viel Erfolg bei Ihrem weiteren Vorgehen.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt





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