Minusstunden durch Winterarbeit, Gleichbehandlung bei Urlaubsanspruch

Frage gestellt am: 04.07.2013 um 10:47:12 in der Kategorie: Arbeitsrecht
Einsatz 30,00 €
Status Beantwortet
Wie wird im Falle einer Kündigung mit Minusstunden umgegangen, die durch die - seitens des AGs verkürzten - Winterarbeitstage entstanden sind und dann krankheitsbedingt noch nicht wieder abgearbeitet werden konnten? (Landwirtschaft)

Und besteht ein Anspruch auf Gleichbehandlung was die Dauer des Sommerurlaubs betrifft?

Ich hatte im November '12 - und im März  '13 wiederholt und zur Erinnerung- zwei Wochen Urlaub im Sommer außerhalb der Sommerferien beantragt. Beim ersten Mal hätte der AG eine Woche bewilligt. Zwei nur, wenn wir noch ein schulpflichtiges Kind in der Partnerschaft hätten; oder ich käme dann mit 'nem gelben Schein, was ja möglich wäre, denn wenn man unzufrieden ist, wird man ja auch schneller krank.  (Vorschlag des AGs.) Außerdem, wenn alle (sieben Festangestellte und zwei Azubis) zwei Wochen Sommerurlaub wollten, dann müssten sie uns über den Winter entlassen etc. 
Ich habe mich dann bedankt und es dabei belassen.

Beim zweiten Mal im März habe ich nochmal den Termin genannt, im Sommer nach den Sommerferien und darauf hingewiesen, dass ja alle anderen (Festangestellten) bereits ihre Termine fest hätten (alle zwei oder gar drei Wochen in den Sommerferien) und mein Termin mit keinem kollidieren würde. Die einzige Reaktion war ein "ich habe das zur Kenntnis genommen" seitens des AGs und schwupp, weg war er.
Nun war ich, wie es der Zufall wollte seit April krank, zunächst mit nicht abzusehendem Ende, und nun fange ich in den nächsten Tagen wieder an zu arbeiten. Und werde dann mit dem unklaren Urlaubsthema konfontriert.
Stehen mir die zwei Wochen zu oder muss ich mich mit einer Urlaubswoche, bzw. inzwischen evtl. auch mit gar keinem Urlaub mehr zufrieden geben?

Antwort auf Frage (04.07.2013 um 12:07:07)

Rechtsanwältin Simone Sperling
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AW: Minusstunden durch Winterarbeit, Gleichbehandlung bei Urlaubsanspruch

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

 

1) Minusstunden

Sofern es im Arbeitsvertrag keine Regelung zu den Minusstunden gibt, sind diese dann erledigt und auch nicht verrechenbar. D.h. „Pech“ für den Arbeitgeber.

 

2) Urlaubsanspruch

Der AG ist nach dem BUrlG ist verpflichtet den vereinbarten Urlaub zu gewähren. Der Wunsch des AN ist zu beachten, jedoch wenn dringende betriebliche Gründe dagegen sprechen, ist anderweitig Urkaub zu nehmen Hier könnte die Saison dagegen sprechen. Eine Abwägung mit anderen AN muss unter sozialen Punkten erfolgen, d.h. AN mit eigenen Kindern gehen den mit „fremden“ Kindern vor und diesen AN ohne Kinder. Unter diesem Aspekt sind die AN zu vergleichen. Somit wäre unter Beachtung der anderen AN den Urlaub zu gewähren. Wenn Sie jedoch einfach Urlaub ohne Genehmigung nehmen, können Sie gekündigt werden, Sie müssten gegebenenfalls eine gerichtl. Klärung herbeiführen.

 

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Simone Sperling

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