Mütterrente

Frage gestellt am: 26.06.2014 um 16:50:36 in der Kategorie: Sozialrecht
Einsatz 49,00 €
Status Beantwortet
Meine Frau war bis 1964 Beamtin auf Lebenszeit. Wegen unserer Heirat hat sie um Entlassung gebeten. Nach § 152 BuBeaGes erhielt sie eine Abfindung in Höhe von 1560,00 DM. Sie hat danach nie sozialversicherungspflitichtig gearbeitet. Wir haben sie auch nie nachversichert.. Hat sie mit 3 Kindern jetzt auch ohne eigenen Rentenanspruch Anspruch auf die Mütterrente?

Antwort auf Frage (27.06.2014 um 13:05:20)

Rechtsanwalt Marc Nathmann
Nathmann
Tel: 09281/7792877
Anschrift: Königstrasse 76, 95028 Hof a. d. Saale, Deutschland
AW: Mütterrente
Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihr Vertrauen und beantworte Ihre Frage gern.


Zunächst einmal ist darauf hinzuweisen, dass aufgrund des gerade erst abgeschlossenen Gesetzgebungsverfahrens noch keine praktischen Erfahrungen im Umgang mit diesem Thema vorliegen. Es droht zudem aufgrund der Brisanz dieses Themas künftiger gerichtlicher Klärungsbedarf.

In Ihrem Fall gehe ich davon aus, dass Sie noch keine Rente beziehen. Entsprechend sollten Sie zunächst einen Rentenantrag stellen.

Die Mütterrente soll grundsätzlich auch in Ihrem Fall einen Rentenanspruch begründen. Für die sog. Regelaltersrente muss die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren mit Beitragszeiten erfüllt sein. Durch die Mütterrente soll ab 1. Juli 2014 für jedes vor 1992 geborene Kind ein weiteres Jahr Kindererziehungszeit angerechnet werden. Wenn Sie hierdurch auf fünf Jahre Beitragszeiten kommen, haben Sie ab 1. Juli 2014 Anspruch auf Regelaltersrente.


Problematisch in Ihrem Fall dürfte sein, dass Sie als Beamtin nicht (gesetzlich) rentenversicherungspflichtig beschäftig waren. Das heißt es kommt darauf an, ob Ihnen sonstige Beitragszeiten angerechnet wären. Nötig wären bei 3 Kindern mindestens 2 weitere Beitragsjahre.  

Die Regelaltersrente kann aber nur dann gezahlt werden, wenn sie beantragt wird. Damit die Rente zum frühstmöglichen Zeitpunkt ab Juli 2014 beginnen kann, muss der Rentenantrag bis Ende Oktober 2014 gestellt werden. Wird die Rente später beantragt, kann sie erst ab dem Monat der Antragstellung gezahlt werden
  
Da Sie für Ihre Kinder noch keine Zeiten der Kindererziehung bei der Rentenversicherung geltend gemacht haben, sollten Sie die Kindererziehungszeiten für ihre Kinder geltend machen.


Ich würde allerdings vorsorglich in jedem Fall einen Antrag stellen.

Insbesondere für solche Fälle wie den Ihren wird es sicherlich künftig entsprechende Urteile geben.   


Mit freundlichen Grüßen


M. Nathmann
Rechtsanwalt          


       

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