Rückforderung von Bearbeitungsgebühren bei Darlehen

Frage gestellt am: 28.07.2014 um 14:57:40 in der Kategorie: Gebührenrecht
Einsatz 49,00 €
Status Beantwortet
Ich habe 2 Darlehen bei einer Bank aufgenommen ( 2010 im März - Letzt Rate im Dezember 2012 -Bearbeitungsentgelt 300 € -  und  im Dezember 2009 letzte Rate Dezember 2012 -Bearbeitungsentgelt 200 € -); die Postbank schreibt, dass meine Ansprüche nach einem Urteil (LG Bonn WM 2013 1942ff) verjährtseien, da die Entgelte bereits 2009 bz. 2010 vereinnahmt wurden. 
Es gibt doch auch ein Urteil vom AG Hamburg vom 31.12.13 Az. 8a C 406/12) indem die Frage verneint wurde.
Wer hat nun Recht und wie kann man der Bank begegnen, die im Übrigen geschrieben hat " wir bitten um Verständnis, das wir hnen die Rechtsfrage der Verjährung künftig nicht nochmals schriftlich erläutern werden" . Was halten Sie von diesem Satz und einem derarigen Verhalten?? 

Antwort auf Frage (28.07.2014 um 15:35:20)

Rechtsanwalt Steffan Schwerin
Rechtsanwaltskanzlei Schwerin
Tel: 03641 2692037
Fax: 03641 2671047
Anschrift: Golmsdorfer Straße 11, 07749 Jena, Deutschland
Schwerpunkte: Arbeitsrecht, Familienrecht, Kaufrecht/Leasing, Mietrecht und WEG, Verbraucherrecht
AW: Rückforderung von Bearbeitungsgebühren bei Darlehen
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Die Frage der Verjährung ist hier noch nicht abschließend geklärt.

Es gibt zahlreiche Stimmen, die sagen, dass die Verjährung im Jahr 2012 begann.

Grundsätzlich beginnt nach den §§ 195, 199 BGB die Verjährung mit Kenntnis von den relevanten Umständen.

2012 gab es zahlreiche OLG-Entscheidungen, sodass man sagt, dass die Bankkunden dann Kenntnis hätten haben können.

Das bedeutet, dass die Verjährung dann mit dem 01.01.2013 begann und die 3 Jahre mit Ablauf des 31.12.2015 endet.

Ich gehe aber sogar soweit und sage, die Kenntnis kann erst im Mai dieses Jahres mit em BGH-Urteil vorgelegen haben.

Damit beginnt die Verjährung erst am 01.01.2015 und endet am 31.12.2017.

Der Satz der Bank ist bekannt; kommt er doch derzeit ständig vor.

Trotzdem haben schon viele Banken gezahlt nach entsprechender anwaltlicher Aufforderung.

Mit freundlichen Grüßen

Steffan Schwerin
Rechtsanwalt

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