rücktritt von der verbindlichen Bestellung eines gebrauchten Wohnwagens

Frage gestellt am: 29.09.2015 um 12:15:22 in der Kategorie: Handelsrecht
Einsatz 49,00 €
Status Beantwortet
Ich habe am 24.09.2015 eine verbindliche Bestellung für einen gebrauchten Wohnwagen unterschrieben,da mir im nachhinein der Kaufpreis,doch wesentlich überhöht erschien habe ich am 28.09.2015 per Übergabeeinscchreiben meinen Rücktrii von der Bestellung erklärt und mich darauf berufen,das es möglich sei binnen einer Woche von der Verbindlichen Bestellung zurück zutreten.Heute wurde mir tel.mitgeteilt,das dies zwar möglich sei ,ich aber eine Abstandszahlung von 10% des Kaufpreisses zahlen müsste.Ist dies Korrekt oder kann ich mich dagegen verwahren.

Antwort auf Frage (29.09.2015 um 14:08:38)

Rechtsanwalt Rechtsanwalt Marcus Schröter
Rechtsanwaltskanzlei Schröter
Tel: 069/209737530
Fax: 069/209737539
Anschrift: Pestalozzistraße 15 A, 61231 Bad Nauheim, Deutschland
AW: rücktritt von der verbindlichen Bestellung eines gebrauchten Wohnwagens
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben nachfolgend beanwtorte:

1. Ein Rücktrittsrecht von einer abgegebenen Bestellung oder einem geschlossenen Vertrag besteht nur, wenn dies zwischen den Parteien ausdrücklich vereinbart wurde.

2. Wurde hierzu nichts vereinbart und haben Sie die Bestellung bei dem Verkäufer unterschrieben, steht Ihnen auch kein Widerrufsrecht zu. Ein solches Widerrufsrecht wird Ihnen gewährt, wenn der Vertragsschluss oder die Bestellung ausschließlich per Email oder online abgeschlossen ist.

3. Ein pauschaler Schadensersatzanspruch für die Nichtabnahme des Wohnwagens steht dem Händler nur dann zu, wenn dies in dem Vertrag, der Bestellung oder den Allgemeinen Geschäftsbedingungen geregelt wurde. Dabei müssen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen Ihnen zur Kenntnis gelangt sein.

4. Findet sich keine Regelung zu einem pauschalen Schadensersatzanspruch, muss der Händler einen konrekten Schaden nachweisen, der er durch den Rücktritt von der Bestellung erlitten hat. Führt er keinen Nachweis, kann er auch keinen Schadensersatzanspruch geltend machen.

5. Sollte der pauschale Schadensersatzanspruch sich den AGBs ergeben, sollten Sie gleichwohl versuchen die Höhe des Anspruches im Vergleichswege zu reduzieren, beispielsweise auf 5 %.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

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