Vorladung zur Polizei

Frage gestellt am: 22.06.2012 um 14:25:50 in der Kategorie: Strafrecht
Einsatz 40,00 €
Status Beantwortet
Hallo, ich bin total verzweifelt - ich habe ein Schreiben von der Polizei erhalten. Darin steht, dass ich eine Vorladung zur Polizeiwache habe, da ich angeblich bei Jemand anderem Körperverletzung begangen hätte, mit Verweis auf ein bestimmtes Datum und Ort.

Ich war aber an diesem Datum gar nicht an diesem Ort, aber ich weiß eventuell, um wen es sich handelt. Was kann ich tun?

Bitte um schnelle Hilfe!

Antwort auf Frage (23.06.2012 um 08:03:45)

Rechtsanwalt Oliver Schulz
Rechtsanwalt Oliver Schulz
Tel: 05851-7063
Fax: 05851-1379
Anschrift: Gartenstraße 3, 21368 Dahlenburg, Deutschland
Schwerpunkte: Arbeitsrecht, Internetrecht, Mietrecht und WEG, Schadensersatz und Schmerzensgeld, Verkehrsrecht
AW: Vorladung zur Polizei

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich bei Ihnen für Ihre Anfrage und beantworte Ihre Frage anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes gerne wie folgt:

Es ist nur verständlich, dass Sie sich in dieser Situation verzweifelt und wahrscheinlich überfordert fühlen, gleichwohl ist bis jetzt noch nichts entschieden.

Ich gehe davon aus, dass das Schreiben von Seiten der Polizei die Vorladung für eine Beschuldigtenanhörung ist. Sofern Sie „nur“ von der Polizei vorgeladen wurden, besteht keine Pflicht dieser Vorladung Folge zu leisten, anders als eine Vorladung seitens der Staatsanwaltschaft oder des Gerichts.

Ich rate Ihnen einen Anwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen zu beauftragen, der sich für Sie um die Angelegenheit kümmert.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass sich in einem Verfahren Beschuldigte schnell um Kopf und Kragen reden um sich zu rechtfertigen, was der Natur des Menschen entspricht. Dabei werden schnell unbedachte und missverständliche Äußerungen gemacht, die dann auch so als Vernehmungsprotokoll in die Ermittlungsakte aufgenommen werden, ohne dass Sie den Stand der Ermittlungen kennen. Ein Anwalt hat die Möglichkeit gem. §147 StPO Akteneinsicht zu beantragen. Erst dann kann man sich ein Bild von dem Stand der Ermittlungen machen und weiter taktisch vorgehen und sich ggf. zur Sache einlassen.

Sofern Sie vortragen, Sie wüssten evtl. um wen es sich handelt, ist ebenfalls Vorsicht geboten, da dies dazu führen kann, dass ein weiteres Verfahren wegen falscher Verdächtigung gem. §164 StGB in den Raum gestellt wird. Auch hier sollte sich zunächst ein Bild von der Sache durch die Beantragung von Akteneinsicht gemacht werden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in Ihrer momentanen Situation behilflich sein konnte.

Sollten Sie gleichwohl noch Fragen haben, benutzen Sie bitte die Nachfragefunktion oder kontaktieren Sie mich direkt.

Ich wünsche Ihnen trotz alledem ein schönes Wochenende und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Oliver Schulz
Rechtsanwalt

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