Wer erbt?

Frage gestellt am: 04.11.2013 um 11:09:28 in der Kategorie: Erbrecht
Einsatz 49,00 €
Status Beantwortet
Ehepaar lebt seit mehr als 2 Jahren getrennt.der Ehemann hat sich von seiner Partnerin , um Ihre Krebserkrankung wissend getrennt und hat seine Freundin bei sich einziehen lassen. Ehegatte lebt ebenso lange in einer eheähnlichen Partnerschaft.Ehepaar hat notarielles Testament verfasst .Verstorbene Partnerin hat mit Testament den Ehemann enterbt und im Testament verfügt das, das notarielle Testament unwirksam ist. welche Rechte habe ich als Begünstigter Partner das Erbe antreten zu können? Jetzt beansprucht der Ehegatte das Erbe für sich allein, ist er überhaupt noch berechtig ?

Antwort auf Frage (04.11.2013 um 11:38:38)

Rechtsanwalt Steffan Schwerin
Rechtsanwaltskanzlei Schwerin
Tel: 03641 2692037
Fax: 03641 2671047
Anschrift: Golmsdorfer Straße 11, 07749 Jena, Deutschland
Schwerpunkte: Arbeitsrecht, Familienrecht, Kaufrecht/Leasing, Mietrecht und WEG, Verbraucherrecht
AW: Wer erbt?
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung des Portals.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Die gesetzliche Erbfolge sieht den Ehegatten und die Kinder als Erben.

Auch wenn das Ehepaar getrennt war, besteht doch das gesetzliche Erbrecht - jedenfalls solange noch kein Scheidungsantrag rechtshängig ist.

Die gewillkürte Erbfolge über Testament hat aber den Vorrang.

Vorliegend hatte das Ehepaar ein gemeinsames Testament in notarieller Form gemacht - so verstehe ich Sie.

Die nunmehr verstorbene Ehefrau hat ein eigenes Testament gemacht, welches das gemeinsame Testament quasi aufheben soll.

Das geht so leider nicht. Wenn es sich bei dem ersten Testament um ein gemeinsames Testament handelt, kann ein Ehegatte allein dieses nicht aushebeln.

Das neue von der Frau allein aufgesetzte Testament ist damit wirkungslos.

Es gilt das gemeinsame Testament. Es gilt das, was dort geregelt ist.

Die Verstorbene konnte nicht zu Lasten des Ehepartners ein Sie begünstigendes Testament aufsetzen.

Sie erben daher auch nichts.

Es tut mir leid, dass ich keine günstigere Antwort für Sie habe. Etwas anders kann nur gelten, wenn es sich bei dem ersten Testament nicht um ein gemeinsames Testament handeln würde.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einstweilen weiterhelfen und stehe für Rückfragen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Steffan Schwerin
Rechtsanwalt

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